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AKW: Töpfer warnt vor langer Laufzeit

Berlin. Der frühere Bundesumweltminister und spätere Leiter des UN-Umweltprogramms (UNEP), Klaus Töpfer (CDU), hat vor einer deutlichen Verlängerung der AKW-Laufzeiten in Deutschland gewarnt. Die Übergangsnutzung der Atomenergie müsse »so kurz wie möglich« sein, sagte Töpfer dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel. Union und FDP bezeichnen die Atomenergie als nötige »Brückentechnologie« auf dem Weg in das Zeitalter erneuerbarer Energien. Töpfer forderte im Tagesspiegel vom Montag: »Man muß die Brücke so kurz wie möglich machen, denn je länger sie wird, desto teurer und unsicherer wird sie.« Er stelle sich auch die Frage, »inwieweit diese Brücke tatsächlich eine ist und nicht ins Irgendwo hineinragt«. Der Exumweltminister verlangte zugleich einen grundlegenden Umbau der Stromnetze in Deutschland.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.09.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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