-
23.08.2010
- → Inland
Gysi: Radikale sitzen woanders
Leipzig. Im Streit um die weitere Beobachtung der Linkspartei durch
den Verfassungsschutz hat der Vorsitzende der Linksfraktion im
Bundestag, Gregor Gysi, ein Verharren des Verfassungsschutzes im
Kalten Krieg beklagt. In einem Interview mit der Leipziger
Volkszeitung sagte Gysi laut Voabmeldung vom Wochenende: »Der
Verfassungsschutz ist im Kalten Krieg steckengeblieben.« Der
Dienst beschäftige sich nicht »mit denen, die bei uns
wirklich mal das eine oder andere radikaler betreiben, sondern den
interessiert nur das marxistische Forum, das sind glaube ich noch
40 Mitglieder im Durchschnittsalter von 72 Jahren. Und die
Kommunistische Plattform. Das ist alles Humbug.«
(jW)
(jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland