-
18.08.2010
- → Inland
Massen verweigern Zusatzbeiträge
Berlin. Rund eine Million Versicherte verweigern laut einem
Zeitungsbericht den gesetzlichen Kassen bisher die Zahlung des
Zusatzbeitrags. Der Anteil der säumigen Mitglieder
beträgt nach Informationen von Bild (Dienstagausgabe) je nach
Krankenkasse bis zu 30 Prozent. Der Spitzenverband der Kassen
forderte von der Bundesregierung eine »unbürokratische
Lösung«. Nach den Plänen der Koalition müssen
Versicherte, die ihren Zusatzbeitrag sechs Monate lang nicht
zahlen, womöglich mit schärferen Sanktionen rechnen. Der
GKV-Verband verwies darauf, daß gegen Zahlungsverweigerer
bereits heute Sanktionen möglich sind. Demnach können
Säumniszuschläge von ein Prozent des fälligen
Betrages erhoben werden, sofern Versicherte beim Zusatzbeitrag mit
mindestens 50 Euro im Rückstand sind. Einen Medienbericht,
wonach künftig ein Säumniszuschlag von zwei Prozent der
beitragspflichtigen Einnahmen fällig sein soll, hat das
Gesundheitsministerium bisher allerdings nicht
bestätigt.
Derzeit fordern 13 gesetzliche Krankenkassen und drei geschlossene Betriebskrankenkassen von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag von maximal 37,50 Euro im Monat. Die meisten Kassen erheben eine Pauschale von acht Euro im Monat.
(AFP/jW)
Derzeit fordern 13 gesetzliche Krankenkassen und drei geschlossene Betriebskrankenkassen von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag von maximal 37,50 Euro im Monat. Die meisten Kassen erheben eine Pauschale von acht Euro im Monat.
Anzeige
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland