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Massen verweigern Zusatzbeiträge

Berlin. Rund eine Million Versicherte verweigern laut einem Zeitungsbericht den gesetzlichen Kassen bisher die Zahlung des Zusatzbeitrags. Der Anteil der säumigen Mitglieder beträgt nach Informationen von Bild (Dienstagausgabe) je nach Krankenkasse bis zu 30 Prozent. Der Spitzenverband der Kassen forderte von der Bundesregierung eine »unbürokratische Lösung«. Nach den Plänen der Koalition müssen Versicherte, die ihren Zusatzbeitrag sechs Monate lang nicht zahlen, womöglich mit schärferen Sanktionen rechnen. Der GKV-Verband verwies darauf, daß gegen Zahlungsverweigerer bereits heute Sanktionen möglich sind. Demnach können Säumniszuschläge von ein Prozent des fälligen Betrages erhoben werden, sofern Versicherte beim Zusatzbeitrag mit mindestens 50 Euro im Rückstand sind. Einen Medienbericht, wonach künftig ein Säumniszuschlag von zwei Prozent der beitragspflichtigen Einnahmen fällig sein soll, hat das Gesundheitsministerium bisher allerdings nicht bestätigt.

Derzeit fordern 13 gesetzliche Krankenkassen und drei geschlossene Betriebskrankenkassen von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag von maximal 37,50 Euro im Monat. Die meisten Kassen erheben eine Pauschale von acht Euro im Monat.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.08.2010, Seite 1, Inland

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