Zum Inhalt der Seite

Leider keine Option

Die im Postfuhramt untergebrachte Galerie C/O Berlin hat vom neuen Eigentümer der Immobilie ein Angebot bekommen. Der Mann ist bereit, die Bleibefrist um sieben Monate zu verlängern. Die Galerie, deren Planungen von Ausstellungen für das kommende Jahr schon länger fast abgeschlossen sind, würde erst zum 31. Dezember 2011 entmietet, könnte sie dem Kleingedruckten zustimmen. Kann sie leider nicht. Das Angebot des israelischen Eigentümers sieht einen Umzug innerhalb des Gebäudes vor, eine Verkleinerung der Ausstellungsflächen, den Entzug der Nutzungsrechte für den Haupteingang ins Gebäude und einiges mehr. C/O Berlin hat das Angebot nach eigenen Angaben »sorgfältig geprüft und berechnet. Die Kosten inklusive Erlösausfall während der Umbau- und Umzugsphase belaufen sich auf bis zu 600000 Euro. Angesichts des verbleibenden Nutzungszeitraums von rund sieben Monaten bis Ende 2011 ist dies für C/O Berlin leider keine realistische Option.« Die Galeristen hoffen weiter auf eine Verlängerung der Bleibefrist zu den bestehenden Konditionen. (jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 13.08.2010, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!