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Eine Sternschnuppe pro Minute

Am frühen Freitag morgen werden stündlich Dutzende »Sternschnuppen« am freien Nachthimmel über Deutschland aufleuchten. »Wer eine Minute Geduld hat, sieht auf jeden Fall eine«, sagt Wilfried Tost vom Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin-Adlershof. Grund sind die Perseiden-Meteore, die vom Sternbild Perseus zu kommen scheinen. In Wahrheit kreuzt die Erde jedes Jahr um diese Zeit eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet »Swift-Tuttle« auf seiner elliptischen Bahn um unser Zentralgestirn zurückgelassen hat. Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses alle 130 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel mit rund 60 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein und erzeugen in einer Höhe von 80 bis 100 Kilometern Sternschnuppen. »Was wir als Meteor am Himmel sehen, sind aber nicht etwa die Kometenstaubkörner selbst«, erläutert DLR-Mann Tost. »Es ist die vor den Staubteilchen liegende Luft, die so stark zusammengepreßt wird, daß sie über 3000 Grad heiß wird und dadurch zu leuchten beginnt.« (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2010, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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