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Einige HIV-Zahlen

Zur 18. Internationalen Aids-Konferenz, die morgen in Wien endet, äußerte sich die Deutsche Aids-Hilfe sich zu den leicht steigenden Zahlen von HIV-Neuinfektionen. Es gebe »keine neue Sorglosigkeit«, erklärte Geschäftsführerin Silke Klumb, »weder Umfragen noch unsere Erfahrungswerte bestätigen das«. Die meisten Infizierten in Deutschland sind nach wie vor schwul. In dieser Gruppe stieg in den letzten Jahren auch die Zahl der Neuinfektionen am stärksten, sagt das Robert-Koch-Institut. Ingesamt verdoppelte sich die Zahl der Neuinfektionen in der BRD von 2001 bis 2009 auf knapp 3000. In der größten Risikogruppe ist die Aids-Hilfe laut Klumb vor allem in Online-Kontaktbörsen aktiv: »Was früher im Darkroom und im Park ist, passiert jetzt im Internet«

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Aufklärung von Sexarbeiterinnen. Es kämen »oft ganze osteuropäische Dörfer, wo die Frauen sich abwechseln«. Viele hätten einen »katastrophalen Bildungsstand«, wüßten auch nichts über Krankheiten. »Es ist aber ein Gerücht, daß die Aidsrate unter den Prostituierten gestiegen ist«.
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(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2010, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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