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Sri Lanka lehnt Untersuchung ab

Colombo. Sri Lanka hat erneut ablehnend auf die Ankündigung der Vereinten Nationen reagiert, mögliche Menschenrechtsverletzungen bei dem Konflikt mit den Unabhängigkeitskämpfern der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) zu untersuchen. Ein Regierungssprecher in Colombo bezichtigte die UNO am Mittwoch, mit Blick auf Sri Lanka und den Tamilen-Konflikt eine »versteckte Agenda« zu verfolgen.

Die UNO setzte am Dienstag ein Gremium ein, das UN-Generalsekretär Ban Ki Moon im Umgang mit möglichen Kriegsverbrechen bei dem Konflikt in Sri Lanka beraten soll. Der srilankischen Armee wird vorgeworfen, während der Kämpfe mit den Unabhängigkeitskämpfern der LTTE willkürlich Zivilisten erschossen zu haben, nachdem sie sich bereits ergeben hatten. Allein in den letzten vier Monaten des Konflikts im Frühjahr 2009 starben mindestens 7000 tamilische Zivilisten. Im Laufe des 37jährigen Bürgerkriegs wurden nach UN-Schätzungen insgesamt zwischen 80000 und 100000 Menschen getötet.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.06.2010, Seite 6, Ausland

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