-
24.06.2010
- → Ausland
Sri Lanka lehnt Untersuchung ab
Colombo. Sri Lanka hat erneut ablehnend auf die Ankündigung
der Vereinten Nationen reagiert, mögliche
Menschenrechtsverletzungen bei dem Konflikt mit den
Unabhängigkeitskämpfern der Befreiungstiger von Tamil
Eelam (LTTE) zu untersuchen. Ein Regierungssprecher in Colombo
bezichtigte die UNO am Mittwoch, mit Blick auf Sri Lanka und den
Tamilen-Konflikt eine »versteckte Agenda« zu
verfolgen.
Die UNO setzte am Dienstag ein Gremium ein, das UN-Generalsekretär Ban Ki Moon im Umgang mit möglichen Kriegsverbrechen bei dem Konflikt in Sri Lanka beraten soll. Der srilankischen Armee wird vorgeworfen, während der Kämpfe mit den Unabhängigkeitskämpfern der LTTE willkürlich Zivilisten erschossen zu haben, nachdem sie sich bereits ergeben hatten. Allein in den letzten vier Monaten des Konflikts im Frühjahr 2009 starben mindestens 7000 tamilische Zivilisten. Im Laufe des 37jährigen Bürgerkriegs wurden nach UN-Schätzungen insgesamt zwischen 80000 und 100000 Menschen getötet.
(AFP/jW)
Die UNO setzte am Dienstag ein Gremium ein, das UN-Generalsekretär Ban Ki Moon im Umgang mit möglichen Kriegsverbrechen bei dem Konflikt in Sri Lanka beraten soll. Der srilankischen Armee wird vorgeworfen, während der Kämpfe mit den Unabhängigkeitskämpfern der LTTE willkürlich Zivilisten erschossen zu haben, nachdem sie sich bereits ergeben hatten. Allein in den letzten vier Monaten des Konflikts im Frühjahr 2009 starben mindestens 7000 tamilische Zivilisten. Im Laufe des 37jährigen Bürgerkriegs wurden nach UN-Schätzungen insgesamt zwischen 80000 und 100000 Menschen getötet.
Anzeige
(AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland