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Antifa-Bündnis kritisiert Polizei

Bad Freienwalde. 250 Menschen haben am vergangenen Samstag in Bad Freienwalde gegen einen Neonnaziaufmarsch protestiert. Dabei seien sie »massiv durch Polizei gestört« worden, teilte das »Bündnis Brandenburg nazifrei« am Montag mit. Anlaß der Proteste war ein Aufmarsch der »Kameradschaft Märkisch Oder Barnim«. Zwar konnte verhindert werden, daß die Neonazis durch die Innenstadt laufen, allerdings konnten die 70 Rechten »durch einen unverhältnismäßigen Polizeieinsatz« weitestgehend ungestört in den Außenbezirken der Stadt marschieren, kritisierte das Bündnis.

Der Einsatzleiter habe bereits im Vorfeld Stimmung gegen den Protest gemacht und von »dreckigen Blockaden« gesprochen, die er in »jedem Fall räumen lassen würde«, erklärte Dennis Stefan, Sprecher von »Brandenburg nazifrei.« Während der Proteste hätten Spezialkräfte die Bürger bedroht. Zudem versuchten Beamte, die Moderatorin der Demonstration festzunehmen, nachdem diese darauf hingewiesen hatte, daß friedliche Sitzblockaden keine Straftat darstellen. Das Bündnis prüft nun, mit rechtlichen Schritten gegen den Polizeieinsatz vorzugehen. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.06.2010, Seite 15, Antifaschismus

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