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Nicaragua gewährt Kolumbianer Asyl

Bogotá. Kolumbien wird sich einer Ausreise von Universitätsprofessor Rubén Darío Granda und seiner Ehefrau nach Nicaragua nicht widersetzen. Das kündigte das Außenministerium in Bogotá am Donnerstag (Ortszeit) an. Granda hatte sich in die nicaraguanische Botschaft geflüchtet, nachdem er im April vorübergehend verhaftet worden war, weil er die FARC-Guerilla finanziell unterstützt haben soll. Die Regierung in Managua gewährte ihm daraufhin politisches Asyl. Der Akademiker ist Bruder von Rodrigo Granda, der als »Außenminister« der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens gilt. Diese verwandschaftliche Beziehung hat er nie bestritten.

(PL/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.06.2010, Seite 1, Ausland

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