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Arbeitslose leben kürzer

Hamburg. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Arbeitslosen ist niedriger als die von Berufstätigen, berichtet das Magazin Zeit Wissen in seiner aktuellen Ausgabe. Laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes »erhöht sich das Risiko der Sterblichkeit kontinuierlich in Abhängigkeit von der vorausgehenden Arbeitslosigkeitsdauer«. Für Menschen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren, die länger als zwei Jahre arbeitslos sind, ist die Gefahr zu sterben demnach 3,4mal höher. »Der durchschnittliche Gesundheitszustand von Arbeitslosen ist signifikant schlechter als der von Beschäftigten«, bestätigte auch Alfons Hollederer vom Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit in Nordrhein-Westfalen gegenüber dem Magazin. Das geringere Einkommen sei dabei nicht der entscheidende Faktor: »Der Gesundheitszustand der Mehrheit der Arbeitslosen verschlechtert sich selbst dann, wenn sie keine massiven finanziellen Einschränkungen erleben«, sagte der Psychologe Thomas Kieselbach vom Institut für Psychologie an der Universität Bremen.

Studien zufolge leiden Arbeitslose häufiger an Herz-Kreislauf- oder Muskelerkrankungen und Depressionen. In Deutschland verbringen Männer ohne Arbeit mehr als doppelt so viele Tage im Krankenhaus wie Berufstätige.
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(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.06.2010, Seite 4, Inland

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