Zum Inhalt der Seite

Ombudsmann: Zahl der Opfer gefälscht

Kingston. In Jamaika sind nach den Kämpfen zwischen Polizei und Drogenbanden offenbar »deutlich mehr« als die 44 offiziell bestätigten Todesfälle zu beklagen. Der Geistliche Hero Blair, der von der Regierung als Ombudsmann in dem Konflikt eingesetzt wurde, beklagte am Donnerstag im jamaikanischen Fernsehen, daß die tatsächliche Zahl der Opfer möglicherweise vertuscht werden sollte. Zwei Tage nach einem massiven Polizeieinsatz im Armenviertel Tivoli Gardens, das als Hochburg des gesuchten Waffen- und Drogenhändlers Christopher Coke gilt, patrouillierten weiter schwerbewaffnete Soldaten durch die Straßen. Nach Angaben von Informationsminister Daryl Vaz ist Cokes Aufenthaltsort unbekannt.

(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.05.2010, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!