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Großrazzia gegen Steuerbetrüger

Frankfurt/Main. Mehr als 230 Geschäftsräume und Wohnungen sind bundesweit am Mittwoch bei Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung durchsucht worden. Die Aktion habe sich gegen Verantwortliche von etwa 50 Unternehmen und rund 150 Beschuldigte gerichtet, denen vorgeworfen werde, Umsatzsteuer beim Handel von Emissionsrechten hinterzogen zu haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Mittwoch mit.

Gegenstand der Ermittlungen sind laut Staatsanwaltschaft die sich seit Frühjahr 2009 häufenden Fälle von Umsatzsteuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Handel von Emissionsrechten für Treibhausgase. Es bestehe der Verdacht, daß die Rechte über deutsche Gesellschaften von ausländischen Unternehmern bezogen und zum Zweck der Steuerhinterziehung über eine Kette zwischengeschalteter Gesellschaften weiterveräußert worden seien, hieß es. Bei dem Weiterverkauf sollen regelmäßig weder Umsatzsteuererklärungen abgegeben noch die geschuldete Umsatzsteuer abgeführt worden sein.

An dem bundesweiten Einsatz waren den Angaben zufolge mehr als 1000 Beamte der Steuerfahndung, des Bundeskriminalamtes sowie verschiedener Polizeibehörden unter Leitung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt beteiligt. Bei der Aktion soll Presseberichten zufolge auch die Zentrale der Deutschen Bank durchsucht worden sein.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.04.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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