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Hunderte Opfer in Kloster Ettal

Ettal. Der Sonderermittler zur Aufklärung der Mißbrauchs- und Mißhandlungsvorwürfe im Internat des Klosters Ettal geht in seinem Abschlußbericht von Hunderten Betroffenen aus. Da in den ihm vorliegenden Leidensberichten von mehr als 100 Personen häufig weitere Opfer genannt würden, ergebe sich, daß »viele hundert Schüler« Opfer »teilweise extrem brutaler Mißhandlungen wurden«, schreibt Rechtsanwalt Thomas Pfister. 15 Patres aus Ettal und drei frühere weltliche Erzieher sollen Kinder mißbraucht oder geschlagen haben.

Pfister kritisierte auch, daß das Kloster weder Bistumsvertreter noch ihn selbst zur Pressekonferenz über den Bericht am Dienstag eingeladen habe und warf den Verantwortlichen neue Beschwichtigungsversuche vor. Die Abtei begründete ihr Vorgehen damit, daß Pfisters Arbeit in der Aufklärung abgeschlossen sei und es jetzt um die Aufarbeitung gehe.

(apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2010, Seite 5, Inland

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