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Streit um Uferweg: Sperren beseitigt
Potsdam. Im Streit um die öffentliche Nutzung des Uferwegs am
See in Groß Glienicke hat die Stadt Potsdam am Montag erste
Sperranlagen von Anrainern räumen lassen. Das teilte die
Stadtverwaltung mit. Die Eigentümer seien einer zuvor
erteilten Anordnung zum Entfernen der Anlagen trotz eines
angedrohten Zwangsgeldes nicht nachgekommen. Erst am Sonntag hatten
an der Seepromenade rund 500 Menschen für einen
öffentlichen Uferweg demonstriert. Dabei betonte
Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), daß der
Bebauungsplan von 1999 einen offenen Uferweg vorsehe. Würden
die Anwohner ihn nicht freigeben, müßten sie ein
Bußgeld in vierstelliger Höhe zahlen. Der Konflikt um
die öffentliche Nutzung der Promenade schwelt bereits seit
Monaten. Der See lag bis 1990 an der Grenze zwischen der DDR und
Westberlin. Mehrere Anrainer hatten kürzlich den Weg an ihren
Grundstücken dichtgemacht. (ddp/jW)
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