Zum Inhalt der Seite

Auf dem Altar ein Mehrwert

Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende, Frank Werneke, hat zu Protesten gegen die Schließung von Theatern aufgerufen. »Alle Aktionen zum Erhalt des Theaters«, die am heutigen Samstag – dem Welttheatertag – nicht nur, aber vor allem in Wuppertal geplant sind, würden von der Gewerkschaft unterstützt. »Das Schauspielhaus darf nicht über die Wupper gehen«. Dem Deutschen Bühnenverein, dessen Intendantengruppe die Proteste initiiert hat, bot Werneke eine Neuauflage des »Bündnisses für Theater« an: »Was schon unter dem aus Wuppertal stammenden Bundespräsidenten Rau als gemeinsames Bündnis möglich war, muß jetzt erst recht gemeinsam in Angriff genommen werden.« Die Presseerklärung schließt mit einem blumigen Gemeinplatz: »Kultur und Kunst in allen ihren Ausprägungen sind ein Mehrwert für die Gesellschaft, der nicht auf dem Altar der Krise geopfert werden darf.« (jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.03.2010, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!