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Irak: Neuauszählung der Stimmen abgelehnt

Bagdad. Die irakische Wahlkommission hat die Forderung von Regierungschef Nuri Al-Maliki nach einer Neuauszählung der Stimmen zurückgewiesen. Eine neuerliche Auszählung im ganzen Land brauche »zuviel Zeit«, sagte der Kommissionschef Faradsch el Haidari der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag. Das endgültige Wahlergebnis liegt noch nicht vor, alles deutet aber auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Maliki und seinem Rivalen Ijad ­Allawi hin. Die Wahlkommission habe allen politischen Parteien CDs mit den bislang vorliegenden Ergebnissen aus den Wahlbezirken geliefert, nachdem diese von dem Gremium »gründlich geprüft« worden seien, sagte ­Haidari. Sollte Malikis Rechtsstaatsallianz Zweifel haben, solle sie diese für einen bestimmten Bezirk anmelden, »aber nicht für das ganze Land«. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.03.2010, Seite 2, Ausland

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