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Verfilmtes Pionierinnenleben

Berlin/Strasbourg. Am heutigen Freitag zeigt der deutsch-französische Fernsehsender Arte ab 20.15 Uhr den Zweiteiler »Dr. Hope – eine Frau gibt nicht auf«. Am 22. und 24. März wird er vom ZDF ausgestrahlt. Laut Arte-Programmhinweis handelt es sich um die »Geschichte der spektakulären Emanzipation der Hope Bridges Adams«. Bridges Adams (1855–1916), im Film gespielt von Heike Makatsch, schloß als erste Frau in Deutschland ein Medizinstu­dium mit einem Staatsexamen ab, war eine der ersten praktizierenden Ärztinnen und Kämpferin für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen.

Ihr britischer Vater William Bridges Adams war als Feminist und Sozialdemokrat in London Teil der Arbeiterbewegung. Wilhelm Liebknecht, Clara Zetkin, August Bebel und Lenin gehörten zum Freundeskreis der Ärztin. Bebels Buch »Die Frau und der Sozialismus« übersetzte sie ins Englische. Praktisch setzte sie sich für Geburtenkontrolle und die Legalisierung des Schwangerschaftabbruchs ein. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.03.2010, Seite 15, Feminismus

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