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Fußball-Randspalte

Quo vadis Amerell

Frankfurt/Main. Der zurückgetretene Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell hat FIFA-Referee Michael Kempter vor dem Landgericht München erneut scharf attackiert. Kempter habe ihn für seine eigenen Motive und Karriere benutzt, so Amerell. Gleichwohl einigten sich Amerell und der DFB außergerichtlich: Der DFB darf weiter von Belästigung sowie Übergriffen auf andere Unparteiische sprechen. Amerell zog seinen Antrag auf eine einstweilige Verfügung auf Unterlassung dieser Aussagen zurück und bekommt im Gegenzug die Namen der Schiedsrichter genannt, die ihn belastet haben. Er selbst darf diese Namen aber nur seiner Ehefrau und seinem Rechtsbeistand nennen. (sid/jW)

Große Pläne

Sao Paulo. Romario, vierundvierzigjähriges brasilianisches Fußballidol, drängt es in die Politik. Der Weltmeister und Weltfußballer von 1994 will im Oktober als Kandidat der Sozialistischen Partei in den brasilianischen Kongreß einziehen. Er verspricht, sich besonders für in Armut lebende Kinder einzusetzen. (sid/jW)

Voll nervös

München. Nach dem vergeigten Argentienspiel lagen die Nerven von Lukas Podolski blank: In der Interview-Zone wollte er einem Journalisten offenbar das Handy aus der Hand schlagen. Am Donnerstag entschuldigte sich Podolski via DFB-Homepage. Er stellte klar: »Ich habe ihn nicht geschlagen.« (sid/jW)

Schießerei

Buenos Aires. Bei Auseinandersetzungen rivalisierender Fan-Gruppen des argentinischen Fußball-Erstligisten Estudiantes de La Plata ist ein Polizist durch einen Kopfschuß schwerverletzt worden. Der Vorfall, bei dem mindestens zwei weitere Personen verletzt worden sein sollen, ereignete sich an einer Bahnstation in La Plata, wo die Estudiantes-Fans vor dem Spiel gegen die Argentinos Juniors warteten. In diesem Jahr kam es schon zu mehreren gewalttätiger Auseinandersetzungen unter Estudiantes-Fans. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.03.2010, Seite 16, Sport

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