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23.02.2010
- → Schwerpunkt
Dokumentiert: Vorbildliches Verkehrssystem
Als elektrifiziertes Schienennahverkehrssystem nahm die Berliner
S-Bahn 1924 ihren Betrieb auf. Die Betriebsrechte lagen – mit
einer kurzen Unterbrechung zwischen 1984-94 im Westteil Berlins
– stets bei der Deutschen Reichsbahn bzw. ihrem
Rechtsnachfolger Deutsche Bahn AG. Im Januar 1995 wurde die
Berliner S-Bahn GmbH als 100prozentige Tochter der DB
gegründet. 2004 wurde sie bei einer konzerninternen
Umorganisation dem Bereich DB Stadtverkehr zugeordnet.
Das Land Berlin hat dem Unternehmen 2003 den Betrieb mittels eines Verkehrsvertrages übertragen, der Ende 2017 ausläuft. Kurz nach Abschluß des Vertrages begann das Management mit einem rigiden Sparkurs. Bis heute wurden rund 1000 der damals noch 4000 Arbeitsplätze abgebaut, mehrere Werkstätten wurden geschlossen.
Bis zum Beginn der »Pannenserie« im Januar 2009 hatte das Unternehmen seine Verkehrsleistung stetig verbessert. Sie befuhr 15 Linien mit 166 Bahnhöfen auf einem Streckennetz von 332 Kilometern, davon 75 in Brandenburg. 388 Millionen Fahrgäste wurden 2008 befördert. Die Betriebsleistung betrug 32,2 Millionen Zugkilometer, die Beförderungsleistung 3,885 Milliarden Personenkilometer. Ihr Anteil am gesamten öffentlichen Nahverkehr belief sich auf rund 40 Prozent, ihr logistisches Konzept gilt weltweit als beispielhaft.
Herzstück der S-Bahn ist eine Ringlinie, die die gesamte Innenstadt mit einer Fahrzeit von 60 Minuten umschließt, viele Umsteigemöglichkeiten in Busse, Straßen- und U-Bahnen sowie Fern- und Regionalzüge und in Stoßzeiten im Fünf-Minuten-Takt befahren werden kann. Dazu kommt die Stadtbahn genannte Ost-West-Trasse, die unter anderem Direktverbindungen nach Potsdam und Strausberg ermöglicht. Die teilweise unterirdisch verlaufenden Nord-Süd-Trasse sorgt für die Anbindung von Orten wie Blankenfelde, Teltow, Hennigsdorf, Oranienburg und Bernau. Zur Zeit im Bau befindet sich eine weitere Nord-Süd-Linie, die auch auf dem neuen Berliner Hauptbahnhof halten wird. Geplant ist ferner eine schnelle Direktverbindung zum neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg International in Schönefeld. Die S-Bahn wird mit 750 Volt Gleichstrom betrieben und ist somit ein technisches Unikat.
(jW)
Das Land Berlin hat dem Unternehmen 2003 den Betrieb mittels eines Verkehrsvertrages übertragen, der Ende 2017 ausläuft. Kurz nach Abschluß des Vertrages begann das Management mit einem rigiden Sparkurs. Bis heute wurden rund 1000 der damals noch 4000 Arbeitsplätze abgebaut, mehrere Werkstätten wurden geschlossen.
Bis zum Beginn der »Pannenserie« im Januar 2009 hatte das Unternehmen seine Verkehrsleistung stetig verbessert. Sie befuhr 15 Linien mit 166 Bahnhöfen auf einem Streckennetz von 332 Kilometern, davon 75 in Brandenburg. 388 Millionen Fahrgäste wurden 2008 befördert. Die Betriebsleistung betrug 32,2 Millionen Zugkilometer, die Beförderungsleistung 3,885 Milliarden Personenkilometer. Ihr Anteil am gesamten öffentlichen Nahverkehr belief sich auf rund 40 Prozent, ihr logistisches Konzept gilt weltweit als beispielhaft.
Herzstück der S-Bahn ist eine Ringlinie, die die gesamte Innenstadt mit einer Fahrzeit von 60 Minuten umschließt, viele Umsteigemöglichkeiten in Busse, Straßen- und U-Bahnen sowie Fern- und Regionalzüge und in Stoßzeiten im Fünf-Minuten-Takt befahren werden kann. Dazu kommt die Stadtbahn genannte Ost-West-Trasse, die unter anderem Direktverbindungen nach Potsdam und Strausberg ermöglicht. Die teilweise unterirdisch verlaufenden Nord-Süd-Trasse sorgt für die Anbindung von Orten wie Blankenfelde, Teltow, Hennigsdorf, Oranienburg und Bernau. Zur Zeit im Bau befindet sich eine weitere Nord-Süd-Linie, die auch auf dem neuen Berliner Hauptbahnhof halten wird. Geplant ist ferner eine schnelle Direktverbindung zum neuen Großflughafen Berlin-Brandenburg International in Schönefeld. Die S-Bahn wird mit 750 Volt Gleichstrom betrieben und ist somit ein technisches Unikat.
(jW)
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