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Suspendierung nach Pfuschvorwürfen

Mannheim/Köln. Nach den Pfuschvorwürfen beim Bau der Kölner U-Bahn sind drei Mitarbeiter des Baukonzerns Bilfinger Berger von ihren Arbeiten suspendiert worden. Ein Polier, ein Bauleiter und ein Oberbauleiter seien freigestellt worden, bestätigte ein Konzernsprecher am Dienstag einen Bericht der Kölnischen Rundschau. Hintergrund sind demnach die Vorwürfe, daß Vermessungsprotokolle gefälscht und nicht die vorgeschriebene Zahl von Stahlbügeln zur Stabilisierung der Baugrube eingebaut wurden. Der Aufsichtsrat der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) kam derweil am Dienstag morgen zu einer Krisensitzung zusammen.

In den vergangenen Tagen waren immer weitere Hinweise auf Mängel beim Bau der U-Bahn bekannt geworden. Das erhöhte auch die Sorge um die Sicherheit der Baugruben, hieß es. Bei steigendem Hochwasser des Rheins wird mittlerweile auch ein Fluten der Baustellen erwogen. Wenn das Hochwasser steige, könnte die Baustelle zum Druckausgleich geflutet werden, sagte eine KVB-Sprecherin. Hintergrund der Überlegungen ist der Einsturz des Kölner Stadtarchivs im März 2009, der mit gravierenden Mängeln beim U-Bahn-Bau in Zusammenhang stehen könnte.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2010, Seite 5, Inland

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