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Neue Erkenntnisse zu Archiveinsturz

Köln. Der Skandal um Pfusch beim Bau der Kölner U-Bahn weitet sich aus: Nach Informationen des Kölner Stadt-Anzeigers besteht der Verdacht auf organisierten Betrug. Mittlerweile seien falsche Vermessungsprotokolle für 28 Schlitzwand-Lamellen der Gruben Waidmarkt, Heumarkt und Rathaus entdeckt worden. Ein an den Ermittlungen beteiligter Insider sagte dem Blatt (Montagausgabe): »Wir gehen davon aus, daß es noch deutlich mehr sein können. Für uns sieht das nach einer systematischen Fälschung aus.« So seien die Werte von Lamellen, die lediglich 2,80 Meter breit sind, auf 3,60 Meter breite Lamellen übertragen.

Die Bauarbeiten an der U-Bahn gelten als Ursache für den Einsturz des Kölner Stadtarchivs am 3. März 2009. Bei dem Unglück kamen zwei Menschen ums Leben, es gab viele Verletzte.

(apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.02.2010, Seite 5, Inland

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