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Luftbrücke mit ­Burgern

Von Klaus Huhn
Berlin. Weil ich 1956 meine ersten Winterspiele erlebte, werde ich noch heute vom IOC als »Stammkunde« geführt und bekomme mindestens dreimal am Tag eine E-Mail. Unterschiede zwischen damals und heute sind offensichtlich. Hätte in Cortina d’Ampezzo ein Athlet eine Tasche bei sich gehabt, die einen Werbeaufkleber trug, wäre er augenblicklich disqualifiziert worden. 2010 mailt mir das IOC alle Details des »McDonald’s-Olympia-Programms«, das 1968 begann, als für die US-Athleten Burger nach Grenoble geflogen wurden. Nochmal: Nicht der McDonalds-Marketingchef ließ mich das wissen, sondern das Internationale Olympische Komitee.
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.02.2010, Seite 16, Sport

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