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11.02.2010
- → Inland
Schäuble drängt auf Hartz-Korrektur
Essen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will die
vom Verfassungsgericht geforderte Revision des Hartz-IV-Systems
nach Informationen der WAZ-Mediengruppe möglichst schon kurz
nach der Sommerpause präsentieren. Danach sollen die
Regelsätze für Erwachsene und Kinder so schnell wie
möglich neu berechnet werden, heißt es in einer
Vorabmeldung vom Mittwoch. Wie die WAZ aus Regierungskreisen
erfuhr, befürchtet Schäuble durch das Karlsruher Urteil
einen »kostspieligen Ermessenswahn«. Das Gericht hatte
am Dienstag angeordnet, daß Hartz-IV-Bezieher, die einen
»unabweisbaren Sonderbedarf« anmelden, der von keiner
Bestimmung in den Sozialgesetzen erfaßt ist und abgelehnt
wird, direkt beim Sozialgericht klagen können. Um Ärger
zu vermeiden, sei zu erwarten, daß die
»Auszahlungsstellen« in den Kommunen »lieber
zahlen statt zu verweigern«, zitiert der Bericht die
»Regierungskreise« weiter. (jW)
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