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Razzien nach Milliardendebakel

München. Das Milliardendebakel der BayernLB bei der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) zieht weitere Durchsuchungen nach sich. Ermittler haben am Dienstag in Büros beim Bayerischen Sparkassenverband, dem Bayerischen Städtetag und bei dessen Präsidenten, dem Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger, nach Beweisen gefahndet. Dies sei Teil der Ermittlungen um den Untreuevorwurf im Zusammenhang mit dem Kauf der HGAA, sagte eine Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft.

Wer derzeit als Beschuldigter geführt wird, sagte sie nicht. Bislang hat die Behörde nur bestätigt, daß sie gegen den früheren Vorstandschef Werner Schmidt und weitere Personen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob bei der Übernahme der Mehrheit an der HGAA wissentlich ein überhöhter Kaufpreis gezahlt wurde. Der Kauf hatte die BayernLB 3,7 Milliarden Euro gekostet. (apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.02.2010, Seite 1, Inland

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