Zum Inhalt der Seite

Israel schleift Häuser von Palästinensern

Jerusalem. Im Viertel Silwan von Ostjerusalem sollen 200 Gebäude von Palästinensern abgerissen werden, darunter viele Wohnhäuser. Der Bürgermeister von Jerusalem, Nir Barkat, hat dem Abriß zugestimmt. Ein ranghoher Berater des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas, Rafik Husseini, kritisierte die Entscheidung als »Provokation, die den Friedensprozeß« sabotiert«. Solange Wohnhäuser in Jerusalem niedergerissen würden, könnten keine Friedensgespräche beginnen.

Eine illegal gebaute Unterkunft jüdischer Siedler in Ostjerusalem soll ebenfalls abgerissen werden. Barkat hatte sich zunächst gegen einen Räumungsbeschluß für das 2004 erbaute, siebenstöckige Gebäude gewehrt. Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte jedoch die Order, woraufhin der Bürgermeister seinen Widerstand aufgab. (apn/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.02.2010, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!