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UN-Flüchtlingscamp geschlossen

Bagdad. Nach fast vier Jahren hat die UN-Organisation für Flüchtlinge (UNHCR) das Wüstenlager Al Tanf im Grenzgebiet zwischen Irak und Syrien geschlossen. Mit Unterstützung der syrischen Behörden wurden die Einwohner in das Camp Al Hol im Nordosten Syriens (Provinz Hassake) gebracht, wo nun 600 palästinensische Flüchtlinge aus dem Irak leben. Al Tanf war seit Mai 2006 Zufluchtsort für bis zu 1300 palästinensische Flüchtlinge aus dem Irak. Die meisten waren 1948 aus Palästina vertrieben worden und hatten seit Generationen im Irak gelebt. Die Fluchtwelle begann nach der Invasion 2003. Mehr als 1000 Lagerbewohner aus Al Tanf wurden bisher von verschiedenen europäischen Ländern und Chile aufgenommen. Insgesamt leben noch 2000 irakische Palästinenser in den beiden verbliebenen Lagern Al Hol und Al Waleed, die auf irakischem Boden an der Grenze liegen.Karin Leukefeld
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.02.2010, Seite 6, Ausland

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