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Howard Zinn gestorben

Santa Monica. Im Alter von 87 Jahren ist am Mittwoch der US-Historiker Howard Zinn gestorben. Zinn war einer der einflußreichsten Intellektuellen der US-amerikanischen Linken. Aufgewachsen in einer Arbeiterfamilie in Brooklyn nahm er 1945 an der Bombardierung der von den Nazis besetzten französischen Stadt Royan teil. Nach dem Krieg studierte er und wurde 1954 Professor für Geschichte. Linke Wissenschaft und politisches Engagement gingen bei Zinn stets zusammen. 1964 wurde er von seinem Posten als Dekan am Spelman College, einer Hochschule für schwarze Frauen, gefeuert, weil er sich mit protestierenden Studentinnen solidarisierte. Er war in der Bürgerrechtsbewegung und Friedensbewegung aktiv. Sein 1980 erstmals erschienenes Standardwerk, »A people’s History of The United States«, erzählt die Geschichte der USA aus Perspektive der Unterdrückten. Es wurde millionenfach verkauft. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.01.2010, Seite 2, Ausland

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