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Proteste nach Störfall in Gronau
Gronau/Köln/Hamburg. Nach dem Zwischenfall in der
Urananreicherungsanlage Gronau haben mehrere hundert
Atomkraftgegner an der Fabrik der Firma Urenco für ein
Festhalten am Atomausstieg demonstriert. In der Uranfabrik im
Münsterland war am Donnerstag nachmittag radioaktives
Uranhexafluorid freigesetzt worden (siehe jW vom Wochenende). Ein
Arbeiter wurde dabei verstrahlt. Aufschluß über die
genaue Ursache des Zwischenfalls sollen nun Untersuchungen des
TÜV bringen. Die frühere nordrhein-westfälische
Umweltministerin Bärbel Höhn (Grüne) forderte im
Kölner Stadtanzeiger eine »unabhängige
Untersuchung« des Vorfalls.
Der Spiegel berichtete unterdessen, daß die Bundesregierung in Absprache mit den Energiekonzernen alle 17 noch laufenden Atommeiler im Land vorerst weiter am Netz halten will, auch die Uraltmeiler Biblis A und Neckarwestheim 1, die nach dem bisher geltenden »Atomkonsens« kurz vor der Abschaltung stehen.
Jochen Stay von der Antiatominitiative »Ausgestrahlt« sagte dazu am Sonntag in Hamburg, die Umsetzung dieser Pläne wäre »eine letzte Bestätigung der Kritik von Atomkraftgegnern am windelweichen rot-grünen Atomgesetz«. (ddp/jW)
Der Spiegel berichtete unterdessen, daß die Bundesregierung in Absprache mit den Energiekonzernen alle 17 noch laufenden Atommeiler im Land vorerst weiter am Netz halten will, auch die Uraltmeiler Biblis A und Neckarwestheim 1, die nach dem bisher geltenden »Atomkonsens« kurz vor der Abschaltung stehen.
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Jochen Stay von der Antiatominitiative »Ausgestrahlt« sagte dazu am Sonntag in Hamburg, die Umsetzung dieser Pläne wäre »eine letzte Bestätigung der Kritik von Atomkraftgegnern am windelweichen rot-grünen Atomgesetz«. (ddp/jW)
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