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21.01.2010
- → Natur & Wissenschaft
Vorläufiges Ergebnis
Der Gebrauch von Mobiltelefonen kann möglicherweise vor
Alzheimer schützen. Zu ihrer eigenen Überraschung
stellten Forscher der Uni von Südflorida bei Versuchen mit
Mäusen fest, daß die Strahlung von Handys die
Gedächtnisleistung verbesserte. Für die im aktuellen
Journal of Alzheimer’s Disease veröffentlichte Studie
bestrahlten die Forscher 96 Labormäuse mit elektromagnetischen
Wellen. Die meisten Tiere waren zuvor genetisch manipuliert worden,
damit sie an Alzheimer erkranken. Die Strahlung zerstörte
Ablagerungen von Beta-Amyloid in den Mäusehirnen – ein
Protein, das in den Gehirnen von Alzheimer-Patienten Beläge
formt. Der bei den älteren der kranken Mäuse
festgestellte Gedächtnisverlust verschwand. Jüngere
Mäuse, die noch keinerlei Zeichen von
Gedächtnisschäden aufwiesen, würden durch die
Bestrahlung offenbar vor Alzheimer geschützt, sagte der
Studienleiter Gary Arendash. Bei nicht genetisch manipulierten
Mäusen, die ebenfalls bestrahlt wurden, wuchs sogar die
Gedächtnisleistung. William Thies von der
US-Alzheimer-Gesellschaft warnte: »Niemand sollte sich durch
den Gebrauch von Handys vor Alzheimer oder Demenz geschützt
fühlen«. Es handele sich um ein
»vorläufiges« Ergebnis.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
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