Zum Inhalt der Seite

Bankberatung im BaFin-Visier

Frankfurt/Main. Das schlechte Urteil der Stiftung Warentest über die Qualität der Bankberatung in Deutschland beschäftigt auch die Finanzaufsicht BaFin. »Wir nehmen die Auswertung sehr ernst und werden den Vorwürfen nachgehen«, sagte eine BaFin-Sprecherin der Zeitung Die Welt. Dabei geht es um mögliche Verstöße gegen das Wertpapierhandelsgesetz.

Laut Stiftung Warentest haben viele der getesteten Banken gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen. Die Mitarbeiter hätten den Kunden nicht einmal die elementaren Fragen zum finanziellen Status und den Finanzkenntnissen gestellt, hatten die Verbraucherschützer bemängelt. Die Konsequenzen bei einem Verstoß gegen dieses Gesetz können von einer Abmahnung bis theoretisch zur Abberufung des Geschäftsleiters reichen.

Von 21 untersuchten Instituten hatte kein einziges die Note »gut« erhalten, zwei Banken bekamen ein Mangelhaft, 16 ein Ausreichend.

(DAPD/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 18.12.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!