Zum Inhalt der Seite

Sachsen sichert ­Gerichtsgebäude

Dresden. Die Sicherheitsvorkehrungen für alle Justizgebäude in Sachsen werden als Reaktion auf die Ermordung der Ägypterin Marwa El-Sherbini im Dresdner Landgericht deutlich verschärft. Geplant sind Zugangskontrollen an allen rund 50 Gerichtsstandorten, wie Justizminister Jürgen Martens (FDP) am Montag sagte. Zudem sollen die bislang unbewaffneten Wachtmeister in einer dreijährigen Probephase mit Pfefferspray ausgestattet werden, auch ihre Zahl wird aufgestockt. Bis Frühjahr 2010 soll es überall Sicherheitsschleusen an den Eingängen geben. Bis zur Ermordung El-Sherbinis waren Kontrollen in sächsischen Gerichten nur in Einzelfällen bei konkreten Hinweisen auf eine Gefährdung angeordnet worden.

(AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 01.12.2009, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!