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Milchbauern weiter unzufrieden

Frankfurt/M. Die deutschen Milchbauern wollen trotz der Millionenhilfen der Bundesregierung weiter für eine Begrenzung der Produktionsmengen kämpfen. Zwar habe Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) »viel Geld in die Hand genommen, aber selbst die 750 Millionen Euro Grünlandprämie helfen uns nicht weiter«, sagte der Chef des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), Romuald Schaber, der Frankfurter Rundschau (Freitagsausgabe). Deshalb werde das Thema Milchmengenbegrenzung bald wieder auf der Tagesordnung stehen. Aigner habe dieses Thema unter dem Druck von Agrar- und Lebensmittelkonzernen für abgehakt erklärt, so Schaber. Die Politik habe offenbar »nicht das Rückgrat, gesellschaftliche Belange in den Vordergrund zu stellen, sondern gibt den Wünschen einzelner Konzerne nach«. Große Lebensmittelhersteller wie Nestlé oder Kraft und Molkereikonzerne wie Campina, Nordmilch oder Humana hätten ein Interesse an niedrigen Milchpreisen, da diese Standardprodukte wie Butter oder Milchpulver nur zu Niedrigpreisen auf dem Weltmarkt verkaufen könnten. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.11.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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