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Dokuzentrum Prora vorerst gesichert

Prora. Das 2001 gegründete Dokumentationszentrum Prora auf der Insel Rügen bleibt bis mindestens Ende 2010 in seinen bisherigen Ausstellungsräumen erhalten. Darauf haben sich die Stiftung Neue Kultur und die Projektgruppe Inselbogen Jugend & Sport Park GmbH geeinigt, wie beide Partner am Dienstag in Prora mitteilten.Beide Seiten hätten sich darüber verständigt, gemeinsam über die weitere Zukunft des international bedeutsamen Dokumentationszentrums zur NS-Geschichte des ehemaligen »Kraft-durch-Freude«-Seebades (KdF) zu beraten. Nach den Plänen der Nazis sollten auf Rügen 20000 Deutsche gleichzeitig Urlaub machen – jeweils zehn Tage lang, für gerade mal zwei Reichsmark pro Nacht. Seeblick, Speisen und Indoktrination inbegriffen. Nach 1990 hat der Bund drei der fünf Blocks an private Investoren verkauft.Die Inselbogen-Gruppe will einen zu einem Jugendsporthotel umbauen. Deshalb hatten die künftigen Betreiber dem Dokumentationszentrum gekündigt. Jährlich besuchen mehr als 80000 Menschen die Ausstellungen zur Sozialpolitik der NS-Diktatur.

(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.11.2009, Seite 15, Antifaschismus

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