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Noch mehr Soldaten nach Afghanistan

Kabul. Der frühere Außenminister Abdullah Abdullah hat in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Afghanistan dem offiziellen Endergebnis zufolge mit 30,59 Prozent den zweiten Platz hinter Amtsinhaber Hamid Karsai erreicht. Das teilte die Unabhängige Wahlkommission (IEC) am Mittwoch in Kabul mit. Karsais Endergebnis war bereits am Dienstag bekanntgegeben worden. Da er nach Abzug der wegen Betrugs für ungültig erklärten Stimmen nur 49,67 Prozent erreicht hatte, soll nun am 7. November eine Stichwahl stattfinden. Beobachter rechnen mit einer noch niedrigeren Beteiligung als beim ersten Wahldurchgang im August, die mit 38,7 Prozent angegeben worden war.

Nach dem massiven Wahlbetrug bei der ersten Runde am 20. August sollen nach Angaben von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mehr als 200 Mitarbeiter der IEC ersetzt werden. UN-Vertreter werden demnach auch Wahllokale aufsuchen, um Unregelmäßigkeiten zu verhindern, sagte Ban der britischen BBC.
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Am heutigen Donnerstag und morgigen Freitag wollen die NATO-Verteidigungsminister in Bratislava über Afghanistan beraten. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen unterstützt den von General Stanley McChrystal, dem Oberbefehlshaber der US- und NATO-Truppen am Hindukusch, geforderten Strategiewechsel, der die Entsendung von 40000 zusätzlichen Soldaten vorsieht.
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Erschienen in der Ausgabe vom 22.10.2009, Seite 2, Ausland

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