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Protest gegen Dumpinglöhne

Essen. Neben Gewerkschaften protestieren jetzt auch Politiker und Kirchengruppen gegen die schlechtere Bezahlung in den neuen Schlecker-XL-Filialen. »Das Vorhaben der Firma Anton Schlecker, Mitarbeiter zu entlassen und zu schlechteren Konditionen bei einer Tochterfirma wieder einzustellen, ist eine echte Schande«, sagte Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der in Essen erscheinenden Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (Dienstagausgabe). Er erwarte, daß sich ein so großes Unternehmen an Tarifverträge halte. SPD-Landesschefin Hannelore Kraft hatte sich unlängst am Protest gegen die XL-Filiale im münsterländischen Everswinkel beteiligt.

Schlecker beschäftigt die Mitarbeiter der neuen XL-Filialen nicht zu den Konditionen des Einzelhandelstarifvertrags, sondern über eine Zeitarbeitsfirma, die einen Dumpinglohntarifvertrag mit einer christlichen Gewerkschaft abgeschlossen hat. Laut ver.di bedeutet das für die Betroffenen Lohneinbußen von rund 50 Prozent. Bundesweit hat Schlecker nach Gewerkschaftsangaben bislang rund 130 XL-Filialen eröffnet. Für jedes neue XL-Geschäft würden drei bis fünf kleinere Filialen« geschlossen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.10.2009, Seite 4, Inland

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