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EU-Kommission kritisiert die Türkei

Brüssel. Die EU-Kommission sieht in der Türkei erhebliche Defizite bei der Meinungsfreiheit und anderen grundlegenden Bürgerrechten. Trotz einzelner Fortschritte würden die Rechte der Kurden sowie religiöser Minderheiten weiterhin eingeschränkt, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht über den EU-Beitrittskandidaten Türkei. Zudem seien sogenannte Ehrenmorde, erzwungene Ehen und häusliche Gewalt gegen Frauen in einigen Regionen des Landes noch immer verbreitet. Als Fortschritt wertet die EU-Kommission den Prozeß gegen eine Gruppe ranghoher Offiziere, die den Sturz der Regierung geplant haben sollen. Dagegen kämen die Gerichtsverfahren gegen die Mörder des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink kaum voran.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.10.2009, Seite 6, Ausland

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