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Streit in Kiew um Fabrikverkauf

Kiew. Trotz eines Vetos des Präsidenten hat die ukrainische Regierung den Verkauf eines Chemiewerks in Odessa eingeleitet. Die für die Verwaltung der Staatsunternehmen zuständige Behörde teilte am Dienstag mit, sie habe mit der Prüfung von drei Kaufangeboten begonnen, darunter eines aus Rußland. Am 29. September soll der auf die Ammoniakproduktion spezialisierte Betrieb im Hafen von Odessa versteigert werden. Die Regierung erhofft sich davon dringend benötigte Einnahmen zur Überwindung der staatlichen Finanzkrise. Als Startpreis hat sie vier Milliarden Hryvna (319 Millionen Euro) festgesetzt. Präsident Viktor Juschtschenko hat versucht, den Verkauf zu stoppen, weil das Werk von strategischer Bedeutung sei.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2009, Seite 9, Kapital & Arbeit

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