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Entschädigung nach Giftmüllskandal

London. Drei Jahre nach dem Giftmüll­skandal in Cote d’Ivoire hat sich die niederländische Ölhandelsfirma Trafigura Beheer mit den Betroffenen auf eine Entschädigung geeinigt. Wer nach dem Abladen giftigen Mülls in der Hafenstadt Abidjan über Krankheitssymptome klagte, soll nach Angaben einer Trafigura-Sprecherin vom Sonntag rund 1050 Euro erhalten. Wie viele Einwohner von Abidjan mit einer Zahlung rechnen können, gab Trafigura nicht bekannt. Die britische Anwaltskanzlei Leigh Day sprach von 30000 Betroffenen. Ein Trafigura-Frachter hatte den Giftmüll aus Europa im August 2006 nach Afrika gebracht.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.09.2009, Seite 2, Ausland

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