Zum Inhalt der Seite

Datenschützer kritisiert Bund

Bonn/Berlin. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat am Dienstag vor einem Übermaß an staatlicher Überwachung gewarnt. Anläßlich der Inbetriebnahme der Abhörzentrale beim Bundesverwaltungsamt (BVA) kritisierte er Planungen, »die Einrichtungen zur Telekommunikationsüberwachung im BVA auch auf die Nachrichtendienste des Bundes sowie die Sicherheitsbehörden der Länder auszudehnen«. Die Zentrale wird vom Bundeskriminalamt und der Bundespolizei betrieben. Schaar nannte es bedenklich, daß das Innenministerium die Anlage in Betrieb genommen habe, ohne den Abschluß der Beratungen über ein Gesetz abzuwarten, das Rechte und Pflichten des BVA festlegen soll. (AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 05.08.2009, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!