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Kinobetreiber setzen Kritiker vor die Tür

Berlin. Etwa 20 Vertreter der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter Union (FAU) sind am Mittwoch abend aus dem Kino Babylon in Berlin-Mitte geworfen worden. Die anarchosyndikalistische Gewerkschaft ruft seit Mitte Juli zum Boykott des Filmtheaters auf, weil sich die Geschäftsführung weigert, über einen von der FAU gemeinsam mit den Beschäftigten ausgearbeiteten Haustarifvertrag zu verhandeln (jW berichtete). Um die Kinogäste über die Situation aufzuklären, trugen die Aktivisten T-Shirts mit der Aufschrift »Schluß mit Babylöhnen und prekären Bedingungen«. Geschäftsführer Timothy Grossman und Theaterleiter Jens Mikat forderten zunächst einzelne Gewerkschaftsverteter auf, den Saal zu verlassen. Gegen acht von ihnen soll Grossman laut FAU später Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet haben. Obwohl die Aktivisten, so die FAU, die Veranstaltung nicht stören wollten, ließ die Geschäftsführung nach kurzer Diskussion die übrigen Gewerkschafter mit Hilfe der Polizei aus dem Kino entfernen.(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.07.2009, Seite 4, Inland

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