Zum Inhalt der Seite

Linke warnt vor Neonazidemo

Hannover. Die Partei Die Linke im niedersächsischen Landtag hat vor einer Eskalation der Situation in Faßberg gewarnt. Es sei davon auszugehen, daß Neonazis nach ihrem Aufmarsch in Bad Nenndorf am Wochenende in das besetzte Hotel nach Faßberg weiterziehen werden, heißt es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Pia Zimmermann, verwies darauf, die »Kameradschaft 73 Celle« werbe im Zusammenhang mit dem Aufmarsch im Internet damit, daß es in dem Hotel 30 Betten gebe und sie noch Wachleute und Handwerker suche. »Die Polizei muß verhindern, daß Faßberg zu einem Wallfahrtsort der Neonazis wird«, sagte Zimmermann.

Wie berichtet hatten Anhänger des stellvertretenden NPD-Chefs Jürgen Rieger vor zwei Wochen ein ehemaliges Hotel im niedersächsischen Faßberg besetzt (siehe jW 23.7.). Nach Angaben der Polizei sei ein Räumung des Hauses aufgrund der komplizierten Rechtslage bislang nicht möglich.

(jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 31.07.2009, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!