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Deutsche-Bank-Spitzelei: Chefs wußten von nichts

Frankfurt/Main. In der Datenaffäre bei der Deutschen Bank haben nach Angaben des Aufsichtsrats weder der Vorstand noch das Kontrollgremium selbst Aufträgen zur Bespitzelung zugestimmt. Die »zweifelhaften Methoden« seien nicht von Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands legitimiert worden, hieß es in einer Erklärung vom Dienstag. Zugleich verlängerte das Gremium erwartungsgemäß den Vertrag von Vorstandschef Josef Ackermann bis 2013. Der verkündete, das Kreditinstitut habe seinen Gewinn im zweiten Quartal trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich gesteigert. Nach Steuern habe man 1,1 Milliarden Euro »verdient«, was einem Anstieg von 67 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

(AP/ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2009, Seite 2, Inland

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