Zum Inhalt der Seite

Linke kritisiert Rasterfahndung

Halle. Nach dem Start einer Rasterfahndung nach einem Serienvergewaltiger hat die Staatsanwaltschaft in Halle am Montag betont, nicht jeder ermittelte Mann werde »automatisch zum Beschuldigten«. Die Fahndung beziehe sich auf Männer aus Halle in Sachsen-Anhalt, Jena in Thüringen und Borna in Sachsen sowie das jeweilige Umland. Der maschinelle Abgleich von Daten aus Einwohnermeldeämtern und anderen Behörden der drei Bundesländer erfolge auf der Grundlage eines richterlichen Beschlusses. Die Linke Sachsen-Anhalt kritisierte am Montag, daß Menschen, ohne einen Anlaß dafür gegeben zu haben, »in das Visier von Ermittlungen und Datensammlungen« geraten.(AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.07.2009, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!