Zum Inhalt der Seite

Protestaktion von Bagram-Häftlingen

Kabul. Zum Zeichen des Widerstands gegen ihren rechtlichen Status haben Häftlinge im US-Gefangenenlager Bagram in Afghanistan Protestaktionen eingeleitet. Sie verweigern die Teilnahme an Freizeitaktivitäten, Besuchen ihrer Familie oder an vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) vermittelten Video-Telefonkonferenzen. Ein US-Militärsprecher sagte, die meisten der Häftlinge nähmen an der am 1. Juli begonnenen Protestaktion teil. Die US-Streitkräfte halten rund 600 Gefangene in dem Lager auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram bei Kabul als »unrechtmäßige feindliche Kämpfer« fest. Dadurch haben sie nach Lesart der US-Behörden kein Recht auf juristische Vertretung.

(AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 17.07.2009, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!