-
14.07.2009
- → Feuilleton
Obama und das FBI
Ein Häftling in den USA darf zwei Bücher seines
Präsidenten Barack Obama nicht lesen. Diese enthielten
Passagen, die »möglicherweise die nationale Sicherheit
gefährden«, erklärten Vertreter des
Hochsicherheitsgefängnisses in Florence im US-Staat Colorado.
Sie beriefen sich auf eine Anordnung der Bundespolizei FBI. Der
Häftling Ahmed Omar Abu Ali bittet seit August vergeblich
darum, Obamas Bücher »Ein amerikanischer Traum«
und »Hoffnung wagen« lesen zu dürfen. Er
verbüßt eine Haftstrafe von 30 Jahren in dem
Bundesgefängnis. (AP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
