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Mäcki! Mäcki!

Berlin. Gestern war auf dieser Seite ein 30 Jahre altes Foto von einem BFC-Spiel zu sehen. Im Vordergrund gewann Hans-Jürgen Riediger ein Duell gegen Frank Uhlig. Der Mann im Hintergrund war fälschlicherweise als Frank Terletzki ausgewiesen. Es war Reinhard »Mäcki« Lauck. »Mäcki! Mäcki!-Sprechchöre dröhnen« beim DDR-Oberliga-Finale 1981 durch die Cantianstraße, schreiben Baingo/Horn im Standardwerk »Geschichte der DDR-Oberliga«. Lauck hatte 1980/81 kein einziges Saisonspiel bestritten. Er hörte auf. Nach 1990 ging es abwärts mit ihm. 1993 kam er noch zur Wiederauflage des Sparwassertor-WM-Spiels von 1974, bei dem er auf dem Platz gestanden hatte. Nochmal Baingo/Horn: »Auflaufen kann er nicht. Kein Gedanke mehr daran, daß 19 Jahre zuvor weder Wolfgang Overath noch Günter Netzer auch nur den Hauch einer Chance gegen den gebürtigen Lausitzer haben. Im Oktober 1997 wird Reinhard Lauck als ›hilflose Person‹ auf der Straße gefunden, ins Krankenhaus Prenzlauer Berg eingeliefert, wo er am 22. Oktober stirbt. Eine Legende geht dahin. Eine Legende auch deshalb, weil er der einzige Spieler ist, der in Berlin vom Arbeiterverein Union zum Erzrivalen und Mielke-Klub Dynamo wechselt – und dennoch beliebt bei den Fans ist.« (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.07.2009, Seite 16, Sport

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