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Biblis-Gutachten unter Verschluß

Wiesbaden. Die hessische Landesregierung hat die von SPD und Grünen geforderte Veröffentlichung eines Gutachtens zur Sicherheit der Atomkraftwerke Biblis A und B abgelehnt. Die Öffentlichkeit war in der vergangenen Woche auf das Papier vom November 2002 aufmerksam geworden. Darin war die Internationale Länderkommission Kerntechnik zu dem Schluß gekommen, daß bei einem gezielten Absturz eines Passagierflugzeugs auf eines der beiden Kraftwerke die Freisetzung von Radioaktivität in katastrophalem Ausmaß nicht auszuschließen sei. Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) sagte, das Gutachten sei vor sechs Jahren auch dem damaligen Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) vorgelegt worden. Dennoch habe Trittin es unterlassen, die Stillegung von Biblis A und B anzuweisen. Die Ministerin machte in der Ablehnung der Veröffentlichung deutlich, daß sie den Schutz beider Reaktorblöcke vor einem Terroranschlag aus der Luft für ausreichend hält.(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2009, Seite 4, Inland

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