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06.06.2009
- → Inland
Krisengipfel soll Arcandor retten
Essen/Berlin. Der Handels- und Touristikkonzern Arcandor hat bei
der Bundesregierung einen Antrag auf eine
»Rettungsbeihilfe« in Höhe von 437 Millionen Euro
gestellt. Dieser Kredit habe eine Laufzeit über sechs Monate
und verschaffe dem Unternehmen für diesen Zeitraum die
für den Geschäftsbetrieb erforderliche Liquidität,
betonte das Unternehmen am Freitag in Essen. Am Nachmittag trafen
sich Arcandor-Vertreter, Gläubiger und die Interessenten an
einer Übernahme der Kaufhauskette Karstadt zu einem
Krisengipfel mit Spitzenbeamten der Bundesregierung. Das Treffen
endete ohne Ergebnis. Nach Arcandor-Angaben droht dem Konzern noch
vor dem kommenden Freitag die Insolvenz, falls
Staatsbürgschaften abgelehnt würden.
Der Kredit gibt dem Konzern nach eigener Einschätzung auch Zeit, zusammen mit dem Konkurrenten Metro ein sinnvolles Konzept für eine Fusion der Warenhaustöchter Karstadt und Kaufhof auszuhandeln.
(ddp/AP/jW)
Der Kredit gibt dem Konzern nach eigener Einschätzung auch Zeit, zusammen mit dem Konkurrenten Metro ein sinnvolles Konzept für eine Fusion der Warenhaustöchter Karstadt und Kaufhof auszuhandeln.
(ddp/AP/jW)
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