-
03.06.2009
- → Feuilleton
Zum Fürchten tolerant
Der ägyptische Kulturminister Faruk Husni will weiterhin
UNESCO-Generaldirektor werden. Namhafte Intellektuelle hatten den
Kandidaten als Antisemiten dargestellt. Mit Zitaten, die laut Husni
falsch oder aus dem Zusammenhang gerissen waren. »In
Wirklichkeit bin ich doch bekannt, fast schon gefürchtet
für meine Toleranz«, wird Husni nun im Spiegel zitiert.
»Da läuft eine Kampagne«, fügt er hinzu.
»Diese Anwürfe sind nichts weiter als Versuche, mein
Image zu beschädigen, um die Wahl eines arabischen
Generalsekretärs zu verhindern.« Er habe beispielsweise
niemals die zivilisatorischen Errungenschaften Israels bezweifelt.
»Im Gegenteil, die jüdische Kultur hat einen
wesentlichen Beitrag zur Weltkultur geleistet. Das steht doch
völlig außer Frage.« (ddp/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton